Gabriele Quinque
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Tempelschlaf

Reinkarnationsmythen als Schattenintegration

 

Die von Gabriele Quinque für die Neuzeit konzipierte Form des Tempelschlafes gibt es seit 1988. In Anlehnung an eine altägyptische Mysterientradition kann man sich im Tempelschlaf wieder den eigenen, zeitlosen Mythen anvertrauen. In dem Buch „Tempelschlaf-Grundlagen der Trance-Arbeit“, dritte überarbeitete Auflage, Param-Verlag, findet der Leser ausführliche Darstellungen und historisch fundierte Hintergründe des Tempelschlafes, wie sie aus der Antike überliefert sind. Diese besondere Form der Trancearbeit vermochte schon sehr vielen Klienten die Pforten zu einer umfassenden Selbsterkenntnis zu erschließen. Die alten Werkzeuge, wie das analoge Einsetzen von erprobten Symbolen, meditative Entspannung, geführte Trance, bewusstes Bilderleben und die Analyse von Reinkarnationsmythen mit Hilfe einer mythologisch orientierten Astrosophie werden hier in ihrer Gesamtheit für jenen Prozess der Individuation eingesetzt, wie er schon in den Tempeln vergangener Zeiten üblich war. In Ägypten, in den hellenistischen Isis-Weihen und im Ritus von Eleusis kam die Technik des Tempelschlafes zur Anwendung, was deutlich wird, wenn es in der Überlieferung heißt, ein jeder eleusinische Myste sei bei Ankunft in der Tempelanlage persönlich von seinem Mystagogen in Empfang genommen worden und hätte ihn während der neun Weihe-Tage im Tempel zu Eleusis begleitet. Auch die folgende, auf Papyri überlieferte Tranceinduktion der Hierophanten aus den Mithras-Mysterien liefert einen Hinweis auf den Tempelschlaf:

Hole Atem von den Strahlen, dreimal heftig einziehend, so stark du kannst, und du wirst dich sehen aufgehoben und hinüberschreiten zur Höhe, so dass du glaubst, mitten in der Luftregion zu sein. Sehen wirst du nichts von dem Sterblichen in jenen Stunden, sondern Unsterbliches wirst du erschauen.

Wie in vergangenen Zeiten stellt auch der heutige Tempelschlaf-Mystagoge den Bewusstseinsraum zu Verfügung, in dem der Erdenbewohner sich mit der Wirklichkeit seines Wesens zwischen Hölle und Himmel versöhnt. Der bewusste Abstieg in die dunklen Tiefen von Schatten und Verdrängung erlaubt auch den Aufstieg in lichte Höhen. Damit erfährt die Einseitigkeit der rational betonten Welt eine willkommene Ergänzung durch eine mythologisch orientierte Betrachtung des Charakters und des Schicksalsmusters. Das Anschauen von Reinkarnationsmythen, die sich in der Dramaturgie der Imagination metaphorisch widerspiegeln, hilft dem Klienten, sich seiner persönlichen Struktur viel bewusster zu werden, als dies durch alltägliches Erleben geschieht. Man schaut sich im Tempelschlaf verschiedene Mythen an und erkennt deren gemeinsame Wurzel. Mit dem Wissen um die eigene innere Motivation fällt es nach dem Tempelschlaf leichter, den Herausforderungen des Lebens etwas mutiger gegenüber zu stehen und künftig einige zeit- und kräfteraubende Umwege zu vermeiden. Auch kann vor dem Hintergrund innerer Bilder besser eingesehen werden, warum gewisse Schicksalszwänge notwendig sind, um sich unter Druck aus dem Gefängnis von persönlichen Fixierungen oder Trugschlüssen zu befreien.

Der Weg in eine größere Selbsterkenntnis gestaltet sich technisch sehr einfach. Unter Anleitung eines Mystagogen gleitet man in eine sanfte Trance, die jenem Zustand ähnelt, wie er sich stets vor dem Einschlafen (Alpha) für einen kurzen Moment einstellt. Diese Wahrnehmungsform gibt dem Oberbewusstsein den Weg in tiefere Schichten des Unterbewusstseins frei und wird im Tempelschlaf zeitlich verlängert. Man befinden sich dann für ca. zwei Stunden im "Mysterienschlaf", "Tempelschlaf" oder "Seelenflug", wie diese Arbeit unter anderem in vergangenen Zeiträumen genannt wurde. In Unkenntnis der Mysterientraditionen nannten Sigmund Freud und Carl Gustav Jung das Aufkommen von veränderten Wahrnehmungen in Trance zunächst „Schlummerbildchen“, fanden aber später hin zu der authentischen Überlieferung. In dem "Land der inneren Bilder", die eine intensivierte Form von Wachträumen sind, erfährt man spielend leicht die verborgensten Motivationen, die in einer allegorischen Symbolik von dem Unterbewusstsein mitgeteilt werden. Die Relativität von Geburt und Tod wird ebenso deutlich, wie geheimnisvolle Rätsel der Seele gelöst und Anteile der Schattenbereiche durchlichtet werden.

Die Absicht des Tempelschlafes zielt niemals darauf ab, eine sogenannte Heilung von Symptomen zu erreichen, sondern möchte ernsthaft Suchenden eine Erweiterung der Ich-Identifikation ermöglichen, damit der individuelle Erkenntnisweg sich vertieft und unbewusste Schattenanteile integriert werden können. Diesen Bewusstwerdungsprozess lässt sich mit der Homöopathie vergleichen, wo es ja die Hochpotenz ist, die das Bewusstsein an genau jener Stelle ergänzt, an der jemand von seinem inneren Muster abgewichen ist. Das eindrucksvolle Nacherleben der eigenen Mythen ist nun die beste geistige Hochpotenz, die sich der Mensch wünschen kann. Wird die ureigenste Seelenmythologie bewusst wahrgenommen, gleichsam als Mittelbild assimiliert, lösen sich festgefahrene Strukturen, woraufhin überlebte und wertlose Anteile losgelassen werden können. Darum nimmt man dem Tempelschlaf gegenüber am besten eine offene Haltung ohne festgelegte Erwartungen ein, denn diese Erfahrung wird nicht in funktionale, zweckorientierte Denkkonzepte einzusortieren sein, sondern eine neue Form des ruhigen Anschauens der eigenen Symbolik hervorbringen.

Die Aufgabe des Mystagogen besteht darin, den Klienten wertfrei in das Land seiner Imagination zu begleiten, sein Muster mit Hilfe umfangreicher Symbolkenntnis zu verstehen und ihn in tiefe, vergessene Kammern seiner Seele zu führen. Der Mystagoge sollte ein sorgfältig ausgebildeter Hermetiker sein, der aufgrund von intensiven und tiefgreifenden Symbolstudien die archetypischen Anlagen der Seele kennt und von daher befähigt ist, seinem anvertrauten Klienten eine von mystischer Weisheit getragene Begleitung zu geben. Im günstigsten Fall weiß sich der Mystagoge als Mitglied einer Bruderschaft in der Tradition der Rosenkreuzer verankert. Auf diese Weise verfügt er über den initiatischen Hintergrund, der dem Tempelschlaf als Mysteriengewand anhaften sollte, damit dieser uralte Segen nicht durch das Abgleiten in das rein Psychologische verwirkt wird. Auf verborgenen Ebenen existiert auch noch heute ein numinoser Ursprung des Tempelschlafes, an den allein der kultisch angebundenen Mystagoge heranreicht, um Unterstützung in seinem Wirken zu finden.

Verehrter Leser, wenn Sie sich zu einem Tempelschlaf anmelden möchten, so nehmen Sie bitte ein kostenloses Vorgespräch wahr, in dem zu klären ist, ob diese Bewusstseinsarbeit für Sie in Frage kommt. Tempelschlaf können Sie bei mir in Frankfurt am Main oder in St. Josep auf Ibiza durchführen. Zehn Tage oder 5 Tage können gebucht werden und kosten 1.200 € bzw. 650 €. In Frankfurt am Main und Umgebung, in Wiesbaden und in Hamburg gibt es ebenfalls aktive von mir ausgebildete Mystagogen, bei denen Sie sich zum Tempelschlaf anmelden können.


Mit freundlichen Grüßen,

Gabriele Quinque

 

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